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Viel Lärm um Pink

Cupcakes sind bekanntlich eine feine Sache. Weil Buttercreme herrlich schmeckt und die buntverzierten Teilchen appetitlich aussehen. Und mit ihrem quietschpinken Dach passen sie exzellent in Barbies Küche. Bloß schmecken die Cupcakes hier nach: nichts. Der pinke Ofen bleibt kalt, Barbies junge Gäste können nur virtuell backen. Vorausgesetzt, sie haben ein RadioFrequencyIdentificationArmband am Handgelenk (kostet 5 Euro extra), beherrschen Drag and Drop und können aushalten, dass sich der Computerofen regelmäßig aufhängt.

Auch sonst ist Barbies Küche wunderlich. Das Obst liegt hinter Glas, genauso wie der Toaster. Die Teller sind aufgemalt, der pinkweißkarierte Boden schlecht verlegt und am Kühlschrank  der sich nicht öffnen lässt  klebt ein einzelne ToDoNote: „Need to buy the latest pink nailpolish“. Ach Barbie, Deine Sorgen möcht‘ ich haben!

Weiter geht der Rundgang durch Barbies Berliner Dreamhouse. Das „Zu den Toiletten“Schild bewachen zwei pinkfarbene Pudelzombies, die keine Augen haben, aber eine Krone auf dem Kopf. In Barbies eigenem Klo wohnt ein Delfin. Das Plastiktierchen

streckt auf Knopfdruck die Nase über die Kloschlüssel. Danach ertönt die Spülung. Auf dem Boden: Sand, Glitzer, ein paar hingeworfene Muscheln. Noch deprimierender ist Barbies Terrasse mit virtuellem Meerblick. Grauer Plastikfußboden, in einer Ecke steht verloren ein Sonnenschirm. Es gibt auch Handtücher  hinter Glas.

Die Spiegel machen dünner statt dicker!

Nun aber aufgepasst, ein Besuch bei Madame Plastique ist doch nicht sinnlos, hier lässt sich durchaus etwas lernen: Barbie benutzt Sonnenmilch mit SPF 100! Die Flaschen stehen akkurat aufgereiht  ja genau, hinter Glas.

„Ein Glitzertor!“, ruft eines der kleines Mädchen (5 Jahre, gepunkteter Hut, BirkenstockSandalen) beim Sprung durch einen überdimensionierten Diamantring. Endlich mal eine Gefühlsregung! Zuvor saß das Kind unter einer Trockenhaube (Warum hat Barbie kein Glätteisen?) und betrachtete ratlos Lockenwickler hinter Glas. Genauso ratlos macht Barbies KingsizeBett, ein Traum aus Hartplaste mit aufgemalten Kissen.

Barbies begehbarer Kleiderschrank ist dagegen fast schon ein Kracher: Die Spiegel machen dünner statt dicker! Sonst ist alles wie auf der Kirmes. In den Regalen türmen sich die PaillettenTops, 12 ZentimeterAbsätze, Federboas, Gürtel und diverse Handtaschen. Ganz hinten links hängt Barbies PolizistinnenOutfit. Und sie hat sogar ein Paar praktische Gummistiefel. Wohl für die Feministinnen unter den Müttern.

So geht es weiter von Raum zu Raum durch diese lieblos zusammengezimmerte ContainerLandschaft, die nur drei Monate halten muss. Dann zieht der BarbieZirkus weiter und wird gewiss keinen bleibenden Schaden hinterlassen. Viel zu langweilig ist die Hütte, viel zu öde und verramscht, um irgendjemanden zu beeindrucken, ein Rollenbild zu prägen gar. Pink? Keine Panik!

Was kleine Mädchen allerdings wirklich immer lieben: Schminktische und Prinzessinnenkostüme. Aber die gibt’s auch im Waldorfkindergarten.

„Einsamer Protest: Eine FemenAktivistin hält dem BarbieHaus am Mittwoch ein brennendes Kreuz entgegen.“

Das verstört schon etwas, was will man damit sagen? Eine Hommage an den KuKluxKlan, oder warum grade ein Kreuz? Wird Barbie nun vom Vatikan ausgegeben?

Und was ist jetzt der Tenor der Sache? Klar Barbie mag zwar etwa in die Jahre gekommen und abgeschmackt sein, für jeden GenderPropheten der reinste Alptraum, na und, ist halt ein WerbeGag der Firma Mattel.

Die Formel 1 oder die Gumball Ralley ist auch der Horror eines jeden Umweltaktivisten, dennoch mukieren sie sich nicht darüber, denn sie wissen, sie sind bald weg.

Und natürlich ist Barbie das in Plastikgegossene Blondinen Stereotyp, aber man muss ja nicht hingehen, aber es gibt nunmal viele kleine Mädchen (und auch Jungs) die Barbie mögen, und man muss diesen Kindern nicht diesen radikalFeminismus aufdrücken, lasst Kinder mal Kinder sein.

Mein Ding ist die pinke Bude zwar auch nicht aber alles hat eine Daseinsberechtigung, die Mädels von Femen können sich ja mal richtige Frauenunterdrückung ansehen, wie etwa Indien oder SaudiArabien, aber da gibt es eben kaum Kameras.

Ich finde die Barbie nicht schlecht!

Schlecht wird sie von Erwachsenen gemacht und das miese Gefühl überträgt sich auf Kinder, die mit dem Gefühl wiederum nichts! anfangen können.

Den Gegnern möchte ich gerne mal sagen: Schaut wie die Mädchen mit diesen Puppen spielen, schaut wie Jungs mit Barbie oder Ken spielen. Durch die beiden Geschlechter, haben nämlich beide Geschlechterkinder, es leicht sich in ein Rollenspiel einzulassen.

Es gibt ja sogar Jungen und Mädchenkinder. Keines der Mädchen hat je gesagt,sie würden ausehen wollen wie Barbie!

Schaut einmal die süsslichen Kinderpuppen auf dem Spielzeugmarkt an, auch die süsslichen von den akzeptierten weil“spielerisch wertvollen“ Puppen.

Allein die Farben von allen Puppen drücken doch aus: Nimm mich, !

Mattel greift alle Themen die Kinder intressieren auf, Ken unterwegs mit seinem Sohn (da können die Kinder Scheidung spielen!)Außerdem ist die Barbi halt eben unter allen Kindern akzeptiert!

Witzig 🙂

Diese lustige Feme sollte sich mal einen heutigen Barbiefilm anschauen. Barbie ist selbstbewusst, kann alles, versteht alles und braucht eigentlich überhaupt keinen Mann, besonders, wenn sie gute Freundinnen hat. Man schaue sich nur den Musketierfilm an. Männer kommen in den Filmen hauptsächlich als Stereotype vor. Entweder, sie sind dumm und unfähig und brauchen die Hilfe der Damen, öfter werden sie dann auch gerettet oder sie sind eitel und erfüllen andere Männerklischees. Es gibt kaum etwas, was die heute ins Gegenteil verkehrte Geschlechterpolitik besser darstellt. Das Einzige, was noch an alte Zeiten erinnert ist das Rosa, die Mode und der Schmuck.